Ausgangssituation und Projektauftrag
Die Union Investment mit Hauptsitz in Frankfurt am Main ist die Investmentgesellschaft der DZ Bank und Teil der genossenschaftlichen FinanzGruppe.
800 Mitarbeitern aus mehreren Abteilungen sollte ermöglicht werden, in einer einzigen Anwendung Zugriff auf alle Fondsinformationen zu erhalten – z.B. Währung, Anlagebeschränkungen und Benchmarks. Auf diese Weise sollte die operationale Effizienz gesteigert werden, und Engpässe, die bei nicht eindeutiger Klassifizierung der Fondsdaten auftraten, sollten vermieden werden.
Für die 1.000 Investmentfonds des Unternehmens sollte ein strukturiertes Datenmanagement – insbesondere für die Investitionsobergrenzen – eingeführt werden, damit Portfoliomanager sich nicht mehr an IT-Mitarbeiter wenden müssen, um Fonds zu bearbeiten oder neue Fonds anzulegen.
Investmentfonds sollten schneller angelegt und einfacher verwaltet werden können, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu steigern – z.B. indem ganz einfach definiert werden kann, in welche Vermögenswerte (Aktien, Immobilien, Währungen, festverzinsliche Wertpapiere etc.) mit einem Fond investiert werden darf.
Die neue Anwendung für die Fondsverwaltung sollte intuitiv nutzbar sein, damit Fondsmanager – die die Anwendung nur sporadisch verwenden – ganz einfach neue Investmentfonds mit bis zu 500 Datenfeldern entwerfen und lancieren können.
Im Rahmen der Entwicklung der FondsProfiler Anwendung gab es einen hohen Aufwand durch Regressionstests, die maßgeblich den Releasezykus verlängerten und somit das Ausliefern von neuen Software Paketen verlängerten. Darüber hinaus war die qualifizierteste Person, die den Überblick über alle Funktionalitäten hatte, durch manuelles Testen gebunden. Es lag eine klassische Bottleneck-Situation durch manuelles Testen vor.

Vorgehen im Projekt
Für die Entwicklung des FondsProfiler wurden in der Entwicklungsphase 19 Experten im Bereich von Oracle APEX, PL/SQL, Datenmodellierung und Benutzeroberflächen sowie Projektmanager und einen Beauftragten für die Qualitätssicherung von der MT AG beauftragt. Um die Releasezyklen zu verkürzen, wurde die MT AG darüber hinaus mit der Automatisierung der Regressionstests beauftragt. Die eingesetzte Technologie war ein Testframework namens Robot, das die Endanwendung testete, ohne dabei die zugrundeliegende Technik zu berücksichtigen. In einer iterativen und agilen Vorgehensweise wurde die Testautomatisierung sukzessive durchgeführt.

Projektergebnisse und Ausblick
Das Teilprojekt der Testautomatisierung wurde erfolgreich abgeschlossen, denn das manuelle Testen wurde vollständig abgebaut und in Summe 1800 Fachtests automatisiert. Dadurch konnten sich 30 Ressourcen anderen Tätigkeiten widmen, die Qualität wurde gesteigert und Metriken wie beispielsweise Responsibility wurden messbar und dadurch behebbar. „Wir waren im Besitz einer detaillierten Spezifikation aller Funktionen, die wir in unserer Anwendung benötigten. Zur damaligen Zeit war nur die MT in der Lage, genügend deutschsprachige Mitarbeiter mit Erfahrung in Oracle APEX-Anwendungen bereitzustellen, um für eine fristgerechte Projektabwicklung zu sorgen,“ sagt Rolf Fillinger. „Wir waren sehr in Eile, die Anwendung zu lancieren. Und wie es dann meistens der Fall ist, haben wir im Projektverlauf viele Änderungsanforderungen gestellt. Die MT hat mit seinen 10 bis 12 Programmierern und externen Fachkräften einen ausgezeichneten Job gemacht. Obwohl wir den Projektumfang mehrfach modifiziert haben, hat MT eine optimale Lösung geschaffen, die unsere Anforderungen vollständig abdeckt.“

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