Seit über einem Jahr arbeiten wir bei der MT AG nach der OKR-Methode. Die allgemeine Funktionsweise habe ich im ersten Blog vorgestellt. Nun möchte ich berichten, wie ich selbst die Einführung der Methode erlebt habe und wie sie mir meinen Abteilungswechsel erleichtert hat.

OKR: Einführung in Zeiten von Corona – warum das eine gute Idee ist

Zu Beginn der OKR-Einführung habe ich im Team Staffing & Recruiting gearbeitet. Dieses Arbeitsumfeld zeichnet sich durch häufig gleichbleibende Prozesse und dementsprechend verteilte Aufgaben aus. Die Betonung liegt auf „häufig“, denn „kannst du mal eben“ und „wir bräuchten hier noch“ gehören ebenso zum Tagesgeschäft. Gerade zu Beginn der Pandemie bot mir die Einführung von OKR Orientierung, denn das Arbeiten von Zuhause aus ist erst einmal eine Sache für sich. Wir hatten als Team eine klare Struktur für Meetings und anstehende Projekte, was ich gerade zu diesem Zeitpunkt sehr angenehm fand. Mir haben die Transparenz und der wöchentliche Austausch geholfen, im Homeoffice den roten Faden beizubehalten. Die zusätzlichen Abstimmungsprozesse innerhalb des Unternehmens haben zu einer Entlastung geführt, da die Ressourcen des Teams eingeplant und die Aufgaben innerhalb des Unternehmens nicht doppelt vergeben wurden. Dadurch sind Adhoc-Anfragen mit einer Deadline „bis gestern“ nahezu verschwunden. Endlich konnten wir mit einer klaren Priorisierung Projekte angehen, die sich auch langfristig im Sinne unserer Unternehmensstrategie bezahlt machen.

Im Juni diesen Jahres bin ich in das Team Agile Enablement gewechselt. Wir unterstützen unsere Kunden dabei, ihren Geschäftserfolg durch agile Methoden zu maximieren. Gemeinsam beschleunigen wir den Prozess von der Produktidee bis zur Markteinführung durch eine erhöhte Selbstorganisation und eine effektive Zusammenarbeit im Team. Das Tagesgeschäft ist von wechselnden Projektanforderungen gekennzeichnet. Unser Einsatz richtet sich nach den Bedürfnissen der Kunden. Auch hier hilft OKR, neben dem operativem Projektgeschäft, unsere strategischen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Wir besprechen jede Woche die aktuellen Herausforderungen und stimmen weitere Schritt ab.

Wie OKR hilft, Teamwechsel zu vereinfachen

Auch beim Wechsel vom Team Staffing & Recruiting ins Team Agile Enablement hat mich die OKR-Methode unterstützt und geleitet. Jede*r Mitarbeiter*in kann sich an unseren virtuellen Teams bzw. an einem individuellen OKR-Board beteiligen. Die Möglichkeit, mich zu verschiedenen Themen auszutauschen und Einblicke in andere Teams zu erhalten, haben mir sehr gut gefallen. Das Unternehmen wird durch die Transparenz flexibler. Das heißt, Mitarbeitende können gemäß ihrer Stärken eingesetzt werden. Mein Wechsel innerhalb der MT AG verlief reibungslos und angenehm. Ich konnte am ersten Tag im neuen Team produktiv starten. Das lag auch daran, dass mein erster Tag mit dem Start des neuen Sprints zusammenfiel. Es waren alle Ressourcen und Aufgaben für die kommenden drei Monate geplant und abgestimmt. Auch die wöchentlichen Abstimmungen helfen mir, die Zusammenarbeit mit dem neuen Team produktiv zu gestalten, zu stärken und auszubauen.

Fazit

OKR ist eine gute Methode, um Struktur in die Arbeitswelt von morgen mit unvorhersehbaren Ereignissen, wie etwa einer Pandemie, zu bringen. Gleichzeitig hilft sie, präzise und fokussiert an Unternehmenszielen zu arbeiten. Wichtig ist: Alle müssen mitziehen. Egal, wie hoch der Anteil an Routineaufgaben im eigenen Arbeitsumfeld ist. Es gibt immer Abstimmungsprozesse, die strukturiert werden müssen. Für das Teamgefühl und die effektive Erreichung von Projektzielen ist das Framework sehr gut geeignet. Es ebnet den Weg in eine agile Zukunft. Mit OKR „an meiner Seite“ freue ich mich schon darauf.

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